The Jesus and Mary Chain – Damage and Joy (2017)

The Jesus and Mary Chain – Damage and Joy (2017)

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Donnerstag, 30 März 2017
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The Jesus and Mary Chain – Damage and Joy (2017)

Manche werden sich wohl fragen, ob ein neues Album von The Jesus and Mary Chain wirklich nötig sei. In einer Zeit, in der Reunions und neue Album alter Bands fast schon ein Hauptbestandteil des Musike-Business sind, vergleichbar mit Sequels oder Pre-Sequels furchtbar dämlicher Marvel-Comics-Filme im Filmgeschäft, gibt es aber auch Auskoppelungen, die man begrüßen kann. Die schottischen Brüder Jim Reid und William Reid verfolgen dabei ein gutes Konzept. Sie spielen einfach ihren Stil, ohne krampfhaft etwas neues entwickeln zu wollen.

The Jesus and Mary Chain (good old days :))

Es ist schon fast erstaunlich, dass beide sich nach fast zwei Dekaden wieder im Studio vereinten und ihre künstlerischen Differenzen hinter sich ließen. Aber das ist wohl auch der Vorteil des Alters – man sieht über viele Dinge einfach entspannt hinweg und versucht ein Vorhaben umzusetzen. Und so entstand das siebente Studioalbum der Band – „Damage and Joy„.

Bands werden ja nicht wirklich wiedergeboren, sondern benutzen in der Regel ihren alten Sound und verpacken diesen in ein neues Outfit, oder versuchen wirklich etwas neues, was dann aber meistens in die Hose geht. Bei The Jesus and Mary Chain ist es wohl ersteres. Das Album bietet den alten 80er Stil, klingt aber gleichzeitig verspielter, melodischer und einfach moderner.

The Jesus and Mary Chain (these days)

“I hate my brother, and he hates me/ That’s the way it’s supposed to be…” beschreibt Jim Reid die Beziehung der Brüder zueinander. Natürlich ist das nicht wörtlich zu nehmen, sondern es ist vergleichbar mit zwei Kindern, die sich gegenseitig nichts gönnen oder ärgern – aber wer kennt sowas nicht. Und vielleicht ist ja gerade diese Rivalität, die künstlerisch oft überraschende Ergebnisse liefert. Auf „Damage and Joy“ finden wir solch eine Überraschung; die drei weiblichen Stimmen übernehmen Schwester Linda Reid, Isobel Campbell und Sky Ferreira, wie es früher Karen Parker und Hope Sandoval taten.

“To make a good record in our fifties…the way we are…I think is a minor miracle” sagt Jim. Und „Damage and Joy“ ist ein gutes Album. Der neue Sound des Albums steht der Band und die Musik könnte ein breites Publikum finden. Die Lieder sind weich und wohlklingend und lassen sich nicht in eine Schublade drängen. Sowohl Gothic-Fans aber auch Rock- und Alternative-Fans sollten sich das Album mal anhören und sich ihre Meinung bilden. Für mich hat es sich gelohnt.

My Rating: 6 feine Sternchen aus 10

The Jesus and Mary Chain – Damage and Joy (2017)

Tracklist:

01. Amputation
02. War On Peace
03. All Things Pass
04. Always Sad
05. Song For A Secret
06. The Two Of Us
07. Los Feliz (Blues And Greens)
08. Mood Rider
09. Presidici (Et Chapaquiditch)
10. Get On Home
11. Facing Up To The Facts
12. Simian Split
13. Black And Blues
14. Can’t Stop The Rock

http://thejesusandmarychain.uk.com/

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