Linkin Park – One More Light (2017)

Linkin Park – One More Light (2017)

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Mittwoch, 24 Mai 2017
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Linkin Park – One More Light (2017)

Auch LINKIN PARK melden sich 2017 zurück und überraschen die Fans mit einem recht ungewöhnlichen Album – statt Rock gibt es Pop und Hip-Hop-Einschläge pur!

Nun ja…wer auf Bands wie One Direction oder One Republic (oder wie die Boygroups von heute auch sonst heißen mögen) steht, wird das neue Linkin Park Album „One More Light“ lieben. Wer allerdings ein feines Rockalbum erwartet hat, wird wie meinereiner recht dumm aus der Wäsche gucken. Mit etwas Gnade, könnte man geneigt sein, der Band nach 20 Jahren im Musikgeschäft diese peinliche Pop- und Meinstreamscheibe zu verzeihen, aber von einer solch bekannten und mal extrem erfolgreichen Rockband hätte man nun wirklich etwas mehr erwarten dürfen! Denn sogar jedes auch noch so lieblos eingespielte Rockalbum wäre wohl interessanter gewesen als „One More Light“.
Was Linkin Park zu dieser Veröffentlichung brachte, kann ich nur vermuten. Schaut man sich aber letzte Singles, Alben und Remixe an und mit welchen Pop- und Mainstream-Sternchen sie schon zusammengearbeitet haben, liegt die Vermutung nahe, dass sie einfach mit dem Alter ruhiger geworden sind und sich anderer Musik hingeben, oder dass sie einfach nur am Big-Pop-Business teilnehmen wollen und ihr Konto fleißig auffüllen wollen. Dank treuer Fans wird dieser Plan sicher auch aufgehen.

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Band

Aber kommen wir doch nun etwas näher zum Album. Schon die ersten Takte des Openers „Nobody Can Save Me“ verraten das neue Linkin Park Konzept, welches sich durch das komplette Album zieht: Vocoder-Effekte ala Dancemusic und seicht klingende elektronische Hip-Hop Drums. Bei diesem Song dachte ich mir, „naja…die Idee mit dem Baby-Vocoder haben sie wahrscheinlich von Ozzy Osbourne.“ Und ich glaubte, dass dieser Effekt nur bei diesem Lied auftaucht. Aber ich lag falsch, denn Linkin Park quälen mich damit echt das komplette Album durch! Das zweite und dritte Lied „Good Goodbye“ und „Talking To Myself“ klingen ähnlich – oder besser gesagt, auch der Rest.
Zum Glück war ich nicht wirklich enttäuscht, denn ich war nie ein großer Fan von Linkin Park und nur „Meteora“ (2003) konnte mich etwas begeistern. Aber „One More Light“ ist einfach nur ein Trauerspiel auf ganz hohem Niveau! Und jeder Fan, der heute noch behauptet, dass Linkin Park doch eine der großen Rockbands unserer Zeit ist, hat wohl einfach nur einen an der Waffel oder hat die letzten zehn Jahre einfach verschlafen.
Machen wir es kurz und knapp. Jeder der in „One More Light“ reinhört und es mag, soll es kaufen. Ich persönlich fand Linkin Park nie peinlicher und schwächer als auf diesem Album…aber wahrscheinlich bin ich einfach zu alt für die heutige Pop-Lala.

My Rating: 2 Sternchen von 10

Linkin Park – One More Light (2017)

Linkin Park – One More Light (2017)

Tracklist:

01. Nobody Can Save Me
02. Good Goodbye
03. Talking To Myself
04. Battle Symphony
05. Invisible
06. Heavy
07. Sorry For Now
08. Halfway Right
09. One More Light
10. Sharp Edges

www.onemorelight.linkinpark.com

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