Goldfrapp – Silver Eye (2017)

Goldfrapp – Silver Eye (2017)

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Mittwoch, 12 April 2017
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Goldfrapp – Silver Eye (2017)


Seit ihrem Debut „Felt Mountain“ im Jahre 2000, ist das Goldfrapp-Duo Alison Goldfrapp und Will Gregory immer ein wenig zwischen den Stilen herumgesprungen, wobei das Hauptaugenmerk immer auf softer elektronischer Musik lag. Während die Anfänge „Felt Mountain“ und „Black Cherry“ besonders durch die britische Musik der 90er geprägt waren (wie z.b. Portishead), folgten auf „Supernature“ and „Seventh Tree“ etwas mehr Pop und sogar Folk. Unveränderbar blieb all die Jahre Alison’s feine und stilvolle Stimme.

Goldfrapp’s letztes Album „Tales Of Us“ im Jahre 2013 war eine Sammlung spärlicher und dunkler Fabeln. So ist es vielleicht keine Überraschung, dass „Silver Eye„, ihr siebentes Album, generell mehr Tempo und Kraft besitzt und wesentlich elektronischer als alle anderen Alben klingt. Für mich ein äußerst positiver Schritt, der mich dazu bewegt, Goldfrapp wirklich zu schätzen!

Haupsächlich in Dallas mit Produzent John Congleton aufgenommen, ist „Silver Eye“ durch seinen Einfluß eine wesentlich kraftvollere Produktion; besonders die ersten drei Lieder unterlegen dieses sofort. Zurück in London taten sich Goldfrapp mit dem Electronik-Komponisten Bobby Krlic, aka The Haxan Cloak, und Brian Eno Kumpel Leo Abrahams zusammen, der abstrakte Gitarren Klänge für zwei Lieder „Faux Suede Drifter“ und „Beast That Never Was“ beisteuerte, was dazu führt, dass das Album eine gewisse Balance zwischen neuen elektronischen Klängen und den alten Sounds erreicht.

Goldfrapp2017

Goldfrapp

Schon der Opener „Anymore“ ist ein fettes und dennoch sinnliches Dancefloor Tier. Dazu die Stimme von Alison “You’re what I want/ You’re what I need/ Give me your love/ Make me a freak,” verbunden mit dem harten industriellen Beat, und das Lied klingt nur perfekt! Auch der zweite Song „Systemagic“ ist in der Art und einfach nur gut. „Tigerman“ ist wirklich ein Biest – mit ambient und surrealen Klängen ist der Song ein echter Klassiker! Alleine diese drei Lieder befördern Goldfrapp in neue Dimensionen und sprechen besonders auch Leute aus der dunklen Szene an. Als ich diese drei Lieder hörte, war ich endlich mal begeistert von Goldfrapp!

Black Zodiac“ und die nächsten 2-3 songs blicken zurück auf den typischen Goldfrapp sound, was die alten Fans ansprechen wird. Für frühere Fans wird „Felt Mountain“ wohl immer ihr Zenit bleiben. Jedoch ist „Silver Eye“ und Lieder wie „Moon In Your Mouth“ und „Ocean“ viel abwechslungsreicher und wirklich mal etwas neues! Und in Verbindung mit Alison’s Stimme ist dieses Album für mich in diesem Jahre ein echter Ohrgasmus.

Silver Eye“ könnte wohl die Fans in zwei Lager spalten. Die einen, die „Felt Mountain“ oder „Black Cherry“ und den künstlerischen, ruhigen Sound mögen. Und die, die nun mit „Silver EyeGlodfrapp und den neuen coolen und dunklen Sound mögen. Beides ist vollkommen in Ordnung! Für mich persönlich ist „Silver Eye“ ein echtes Meisterwerk (wenn man Goldfrapp an sich als Maßstab wählt) mit coolen dunklen, synthetischen und harten Tönen.

My Rating: 8 of 10 stars!

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Goldfrapp – Silver Eye (2017)

Tracklist:

01. Anymore
02. Systemagic
03. Tigerman
04. Become The One
05. Faux Suede Drifter
06. Zodiac Black
07. Beast That Never Was
08. Everything Is Never Enough
09. Moon In Your Mouth
10. Ocean

www.goldfrapp.com

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