Danzig – Black Laden Crown (2017)

Danzig – Black Laden Crown (2017)

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Dienstag, 13 Juni 2017
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Danzig – Black Laden Crown (2017)

Glenn Danzig und Danzig sind nach 2 Jahren zurück und „Black Laden Crown“ klingt rockiger und ursprünglicher als andere Platten!


Glenn Danzig (Glenn Allen Anzalone, geboren 23. Juni 1955 in Lodi, New Jersey) hat wohl eine der interessantesten Stimmen im Rock-Business und seine Bands (Misfits, Samhain, Danzig) leben von ihr. Dass das gleichzeitig auch ein Fluch sein kann, mussten auch andere Bands und Sänger erfahren, allerdings und zum Glück werden die Stimmen doch erst im relativ hohen Alter etwas schwächer, wobei die großen Zeiten einer Band dann schon vorbei sind und sie sich auf das eigentliche Ziel ihres Schaffens konzentrieren – einfach Musike machen und spielen. Und auch Glenn Danzig unterliegt dieser Tatsache.
Jedoch ist das überhaupt kein Problem, oder besser gesagt, die nachlassende Stimme passt ins Konzept des neuen Albums. Denn „Black Laden Crown“ ist ungewöhnlich und dennoch Old-School-Rock pur! Auffällig ist sozusagen alles auf diesem Album: die Stimme, die nicht perfekt wie auf normalen Studioalben ist, sondern eher wie auf einer Studiosession; die Einfachheit der Instrumente, einfach Gitarre,Bass und Drums; sowie die Aufnahme an sich, die kein Rauschen oder unsaubere Klänge liefert, aber schlicht und ursprünglich rüberkommt. All das passt jedoch hervorragend zu den Songs, die an alte Rocksongs der späten 70er oder den aufkommenden Doombands der 80er und 90er Jahre erinnern. Wahrscheinlich hat Danzig noch nie so wie Danzig geklungen.

Danzig – Black Laden Crown (2017)

Glenn Danzig

Der Opener und zugleich Titelsong „Black Laden Crown“ gibt den Ton des Album an: doomlastig, langsam, fast schon schwermütig und behäbig, einfach und pur. Auch der zweite Song „Eyes Ripping Fire“ ist so aufgebaut und folgt dem Konzept des Albums: Old-School-Rock der der alten Art mit Doom-Einschlägen und alles verpackt einer Reduktion der Musik. Interessant ist dann der dritte Song “Devil on Hwy 9”, bei dem mir besonders das Schlagzeug gefällt, zugleich die schwache (oder besser gesagt einfache) Stimme etwas gewöhnungsbedürftig ist. Zugleich kommt der tragende Groove echt cool rüber.
Titel 4 und 5 bieten dann etwas mehr Abwechslung, wobei der generelle Albumsound beibehalten wird. “Last Ride” und “The Witching Hour” erinnern etwas an alte Danzig-Songs und die sperrigen Gitarren entfalten sogar etwas wie Melodie. Die weiteren Songs folgen diesem Prinzip und hören sich doch recht gut an. Ich persönlich finde „Black Laden Crown“ extrem interessant, zumal man es sehr gut auch nebenbei hören kann, um mal etwas bei schwerfälliger Musik zu entspannen. Der kleine Glenn Danzig kommt hier mit fast 62 Jahren extrem groß rüber!

My Rating: 7 feine Sterne von 10

Danzig – Black Laden Crown (2017)

Danzig – Black Laden Crown (2017)

Tracklist:

1. Black Laden Crown
2. Eyes Ripping Fire
3. Devil on Hwy 9
4. Last Ride
5. The Witching Hour
6. But a Nightmare
7. Skulls & Daisies
8. Blackness Falls
9. Pull the Sun

www.danzig-verotik.com

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