Body Count – Bloodlust (2017)

Body Count – Bloodlust (2017)

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Montag, 03 April 2017
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Body Count – Bloodlust (2017)

Und wieder ist es Zeit, sich für Body Count zu erheben! Die Band, angeführt von Ice-T, ist zurück mit einem neuen Album „Bloodlust“ – hart und rockiger als jemals zuvor. Und wieder wird in den Texten hart und schonungslungslos auf soziale Probleme, Rassenunterschiede und persönlichen Erlebnissen eingegangen, wobei (sicher durch die Entwicklung in der Medienlandschaft und ihren sogenannten „Journalisten“) besonders die Entwicklung in TV und Medien betrachtet wird. In Deutschland würde „Bloodlust“ durch die Medien wahrscheinlich als Verschwörungstheorie, Putinversteher, Nazi, Linksradikaler oder Demokratiefeind eingestuft werden – natürlich sind diese Vorwürfe einfach nur Unsinn und niemand nimmt solche Medien mehr ernst. Und so sind Body Count auf einer neuen Mission, ihre Meinung frei herauszuschreien. Nach dem recht schwachen „Manslaughter“ (2014) sind Body Count härter und melodischer. Interessant bei diesem Album sind die deutlich rockerigen und metallastigen Songs.

Das Album wird eröffnet durch das ausgezeichnete “Civil War” mit Dave Mustaine‘s Stimme, die sirenenartig über einen Staat spricht, der unter der Kontrolle des „Matial Law“ steht, indem das Militär also die Entscheidungen trifft. Aber wahrscheinlich hätte auch „Body Count“ nicht damit gerechnet, wie nah sie damit an der Realität sind. Gerade erst zeigte der völkerrechtswidrige Angriff auf den angeblichen Giftgasstützpunkt in Syrien mit 59 Raketen der US-Streitkräfte und das nachfolgende Jubeln in westlichen Medien den moralischen und ethischen Verfall westlicher Werte. Oder besser gesagt, es zeigt unsere „Werte“! „Body Count“ sprechen hier aber besonders den amerikanischen Alltag an, wo Rassenunterschiede immer noch zum täglichen Leben dazugehören. Besonders die Rolle der Polizei wird auch hier wieder kritisch gesehen. Für mich einer der besten Songs auf dem Album.

Body Count

Die derzeitige Single “No Lives Matter” ist ein kraftvoller Song, eröffnet mit Ice-T’s Kommentar über die “Black Lives Matter” Bewegung. Interessant ist, das der Sprecher nicht nur über den Schwarz-Weiss-Konflikt spricht, sondern den Konflikt zwischen Arm und Reich, was global gesehen, das wesentlich größere Problem darstellt.

Es gibt gute Gründe auf all diese Entwicklungen wütend zu sein und genau das merkt man nicht nur an den harten Texten, sondern auch an der richtig harten Musik auf dem Album. Einer der feinsten Momente ist “This Is Why We Ride”, ein emotionaler Song über die sinnlose Straßengewalt in den „Hoods“ und entstanden aus persönlichen Ereignissen in Ice-T’s Leben, als er eine geliebte Person verloren hatte und den Wunsch nach Rache verspürte.

Bloodlust behandelt auch persönliche Probleme Max Cavalera’s, angedeutet in dem brutalen Song “All Love Is Lost” über den Betrug einer Person, der er mal vertraute. Auf “Walk With Me” mit Randy Blythe, folgt Ice-T in die “darkest recesses” seines Geistes, um sich mit den eigenen Dämonen auseinanderzusetzen. Mit “Here I Go Again” folgt dann eine Charakterstudie über einen Schurken, der seine Opfer ausbeutet.

Die Scheibe besitzt auch ein Cover von Slayer‘s “Raining Blood” verbunden mit einer kleinen Geschichtslektion Ice-T’s, die erklärt, dass die Band ihre Karriere auch unter dem Umstand gestartet hatte, als man Kinder zu Hip-Hop moshen sah…ähnlich wie zu Bands wie Black Sabbath, Suicidal Tendencies und Slayer. Auch aus diesem Grunde ist das Album eine kleine Homage an alte Rock- und Metalbands.

Nach „Manslaughter“ war ich mir unsicher, ob ich mir das Album besorgen sollte. Aber ich muss echt sagen, „Bloodlust“ ist eines ihrer besten!
Einfach gesagt, Body Count melden sich zur richtigen Zeit zurück und Bloodlust ist ein Album, das wieder einmal den Kern vieler sozialen Probleme anspricht.

My Rating: 7 of 10 points!

Body Count – Bloodlust (2017)

Tracklist:

01.Civil War
02.The Ski Mask Way
03.This is why we ride
04.All love is lost
05.Raining Blood
06.God please belive Me
07.Walk with me
08.Here I go again
09.No Live Matter
10.Bloodlust
11.Black Hoodie

www.bodycountband.com

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