DD88 – Visions

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DD88 – Visions
DD88 – Visions

DD88 – Visions: Beeinflusst durch die Synthpop- und New-Wave-Ära der 80er Jahre bis hin zum heutigen Dark- oder Harsh-Electro sowie Industrial entwickelten sich die aus Berlin stammenden DD88 (ab 2000) und Thought Frequency (ab 2013) zu komplexen Musikprojekten, die sich selbst schlicht unter dem Genre Electronic einordnen.
Erste Erfahrungen an den Softwarereglern in den späten 90er Jahren führten zu einigen Songs (DD88 – Early Years und DD88 – Decade (2000-2010)), die sich vor allem durch ihren Abwechslungsreichtum (Electronic, Gothic, Industrial) auszeichnen. Beide Alben sind sozusagen eine Sammlung sämtlicher künstlerischer Entfaltung jener Zeit, vergleichbar einem Gemälde, bei dem einfach drauflos gemalt wurde.
Großen Einfluss auf Stil und Klang beider Projekte hatten vor allem auch der synthlastige Futurepop (Covenant, VNV Nation und sonstige) sowie generell Gothic und Industrial ab Mitte der 90er Jahre. Mit dem 2011er-Album „Faith & Science“ wurde letztlich der Sound und Stil gefunden bzw. entwickelt, der das Grundgerüst beider Projekte liefert – ein musikalischer Mix aus weichen und düsteren Elektroklängen, klassischen Industrialstücken bis zu harten tanzbaren Liedern.
Im Jahre 2012 erschien das Album „One Nation Under God“. Geprägt durch den Wunsch, sich vom Vorgänger zu unterscheiden sowie durch die katastrophalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in USA und Europa, entstand ein deutlich düsteres Elektrowerk, welches besonders durch schwerfällige Beats und Rhythmen auffällt.
Mit dem Aufleben des Harsh-Electro bzw. AggroTech besonders aus Mittel- und Südamerika (Amduscia, Hocico aber auch X-Fusion und Wynardtage) veränderte sich auch der Sound aus Berlin. Um wenigsten den Fans einen kleinen Anhaltspunkt zu liefern und gleichzeitig eine größere Genrebreite zu ermöglichen, entschloss sich das DD88-Mastermind im Jahre 2012 ein weiteres Projekt ins Leben zu rufen. Dabei sollte sich Thought Frequency etwas mehr im klassischen Industrial/Gothic bewegen und DD88 weiterhin die tanzbare elektronische Umsetzung der Gedankenwelt des Masternminds sein. Diese scharfe Trennung ist natürlich aus künstlerischer Sicht kaum möglich und auch nicht erwünscht, da man sich die Freiheit zum musikalischen experimentieren erhalten möchte. 2013 veröffentlichte man das erste Album „Galaxies & Stars“. Der klassische Stil aus Berlin ist natürlich erkennbar, jedoch finden sich Elemente auch aus Soundtrack- bzw. Scoremusik, die bis heute einen Platz in beiden Projekten finden. Diese Entwicklung setzte sich auf dem DD88-Album „Visions“ von 2015 fort.

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